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Frau beim Sport während des Sonnenuntergangs - Symbolbild für unregelmäßige Periode

Unregelmäßige Periode: Was hat das zu bedeuten? 

Kommt Ihre Periode unregelmäßiger als sonst? Das ist in den meisten Fällen harmlos. Viele Frauen machen sich trotzdem Sorgen, wenn die Monatsblutung nicht immer zur gleichen Zeit einsetzt. Gewisse Zyklusschwankungen sind jedoch ganz natürlich und haben meist keine ernste Ursache. Wir erläutern die häufigsten Auslöser einer unregelmäßigen Periode und die natürlichen Schwankungen des weiblichen Zyklus – und erklären, wann Sie lieber eine gynäkologische Praxis aufsuchen sollten.

Unregelmäßige Periode / Zyklus – Was ist normal?

Wie unregelmäßig darf die Periode sein, was ist noch „normal“?

Der „normale“ Menstruationszyklus dauert 28 Tage, das ist aber ein Durchschnittswert. Da der Zyklus jedoch von Frau zu Frau sehr individuell verläuft,  sind Abweichungen von diesem Durchschnittwert ganz normal. Bei den meisten Frauen kann die Zykluslänge zwischen 25 und 35 Tagen dauern. Die Periode, also die Blutung, nimmt davon in der Regel zwischen drei und sieben Tagen ein. 

Erst, wenn die Monatsblutung häufiger deutlich später kommt, früher einsetzt oder teilweise ganz ausbleibt, spricht man von einem unregelmäßigen Zyklus. Dies kann ganz unterschiedliche Ursachen haben, die in solchen Fällen genauer untersucht werden.

Ausnahme in Umstellungsphasen

Es gibt jedoch Phasen im Leben, da sind auch größere Zyklusschwankungen ganz natürlich. In der Pubertät oder kurz vor den Wechseljahren können deutlich größere Unregelmäßigkeiten über längere Zeiträume normal sein. Das liegt daran, dass es in diesen Phasen zu Umstellungen im weiblichen Hormonhaushalt kommt – einmal geht die fruchtbare Zeit der Frau gerade los und in den Wechseljahren hört sie dann wieder auf. Das führt dazu, dass auch die Monatsblutung in dieser Zeit unregelmäßig auftreten kann.

Wie viele Tage darf der weibliche Zyklus schwanken?

Selbst bei einem ansonsten regelmäßigen Zyklus sind Schwankungen von einigen Tagen ganz natürlich und kein Grund zur Sorge. Mediziner sprechen von einem unregelmäßigen Zyklus, wenn die Schwankungen der Dauer von Blutung zu Blutung mehr als eine Woche betragen. 

Wenn bei Ihnen der Zyklus beispielsweise einmal 25 und das nächste Mal 35 Tage dauert (also eine Differenz von 10 Tagen), gilt das als per definitionem als unregelmäßig. Aber: Ein „unregelmäßiger Zyklus“ ist nicht gleichzusetzen mit einer Zyklusstörung. Das „unregelmäßig“ in diesem Zusammenhang definiert erstmal nur eine Abweichung von dem „normalen Wert“ und hat in den meisten Fällen zunächst keine Konsequenz. 

Es gibt große interindividuelle Unterschiede beim weiblichen Zyklus, bei manchen Frauen kommt die Periode jeden Monat zur gleichen Zeit, wie bei einem Uhrwerk, und bei anderen schwankt das Einsetzen der Monatsblutung immer um ein paar Tage. Und auch die Lebensphase spielt hier eine wichtige Rolle, bei Jugendlichen in den ersten Jahren nach der ersten Periode sind Abweichungen von bis zu 20 Tagen beispielsweise oft noch normal.

Erst wenn die Unregelmäßigkeiten zunehmen oder Probleme auftreten, etwa eine gewünschte, aber ausbleibende Schwangerschaft, sollte dies einmal ärztlich abgeklärt werden.

Sie möchten mehr über Zyklusstörungen wissen? Lesen Sie hier: Zyklusstörungen und Blutungsstörungen
 

Welche Ursachen kann eine unregelmäßige Periode haben?

Die Auslöser für eine unregelmäßige Periode sind vielfältig und reichen von harmlosen, vorübergehenden Störungen bis hin zu behandlungsbedürftigen Erkrankungen. Der Zyklus wird durch ein komplexes Zusammenspiel von Hormonen gesteuert. Dieses Gleichgewicht ist empfindlich und kann durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden:

  • Stress und psychische Belastung: Starker psychischer Stress oder emotional belastende Ereignisse können die Hormonproduktion beeinflussen und sich so auch auf die Dauer, Stärke und den Zeitpunkt der Periode auswirken.
  • Größere Gewichtsveränderungen: Sowohl eine starke Gewichtsabnahme (besonders bei starkem Untergewicht) als auch eine deutliche Gewichtszunahme können das hormonelle Gleichgewicht durcheinanderbringen.
  • Intensiver Sport: Übermäßiges Training kann, insbesondere in Kombination mit einer geringen Kalorienzufuhr, ebenfalls zu einer Störung des Zyklus bis hin zum Ausbleiben der Blutung führen.
  • Hormonelle Umstellungen/Verhütung: Nach dem Absetzen hormoneller Verhütungsmittel (z. B. der Pille) benötigt der Körper etwas Zeit, um seinen natürlichen Zyklus wiederzufinden. Schwankungen in der ersten Zeit nach dem Wechsel bzw. dem Absetzen sind daher häufig.
  • Schwangerschaft: Wenn sich eine befruchtete Eizelle in die Gebärmutter einnistet, führt das zum Ausbleiben der Periode. Bei jungen Frauen im gebärfähigen Alter ist das der häufigste Grund, wenn die Monatsblutung nicht einsetzt.
  • Erkrankungen: Verschiedene Erkrankungen wie Schilddrüsenfehlfunktionen (Über- oder Unterfunktion), PCOS (Polyzystisches Ovarialsyndrom), Endometriose oder gutartige Veränderungen der Gebärmutter (Myome, Polypen) können ebenfalls den Zyklus beeinflussen.
  • Medikamente: Manche Medikamente können den Zyklus (vorübergehend) beeinflussen. Betroffene sollten daher bei Umstellungen auf ein anderes Medikament oder neu begonnenen Behandlungen immer auch daran denken.

Behandlung und ärztliche Abklärung

Wann sollte man bei Zyklusschwankungen zum Arzt?

Für Betroffene ist es oft schwierig zu unterscheiden, ob die Schwankungen noch im normalen Bereich liegen oder ob eventuell doch eine Zyklusstörung oder eine ernstere Ursache dahintersteckt. Besonders neu aufgetretene oder von anderen Symptomen begleitete Auffälligkeiten sollten im Zweifel immer einmal ärztlich überprüft werden. Sie kennen Ihren Körper und auch Ihren Zyklus am besten und können daher meist auch gut einschätzen, ob etwas ungewöhnlich ist. 
In folgenden Situationen ist es immer ratsam, dies einmal medizinisch abklären zu lassen:

  • Langanhaltende Unregelmäßigkeit: Wenn Ihr Zyklus über mehrere Monate hinweg (länger als drei Monate) stark unregelmäßig ist.
  • Plötzliche Veränderung: Wenn Ihr Zyklus, der bisher sehr regelmäßig war, plötzlich unregelmäßig wird.
  • Blutungsausfall: Wenn Ihre Periode länger als 90 Tage ausbleibt (ausgenommen eine Schwangerschaft).
  • Begleitsymptome: Wenn die Unregelmäßigkeit von starken Schmerzen, ungewöhnlich starken Blutungen, Zwischenblutungen oder anderen Symptomen wie unerklärlichem Haarausfall oder Gewichtszunahme begleitet werden.

Was kann ich bei unregelmäßiger Periode tun?

Die Behandlungsansätze richten sich nach der festgestellten Ursache.

Bei leichten Schwankungen sollten Sie auf einen gesunden Lebensstil achten, mit gesunder Ernährung und ausreichend Maßnahmen, um übermäßigen Stress abzubauen. Außerdem hat es sich bewährt, den Zyklus gut im Auge zu behalten. Das gelingt am einfachsten mit einem sogenannten Zykluskalender. 

Mehr dazu und auch gleich eine entsprechende Vorlage finden Sie hier: Zykluskalender

Bei stärkeren Schwankungen wird häufig eine zusätzliche Therapie empfohlen, um den Zyklus zu regulieren. Als pflanzliche Therapie hat sich hier Mönchspfeffer als besonders wirksam erwiesen. Dieser sorgt nachweislich für eine nachhaltige Harmonisierung bei Zyklusunregelmäßigkeiten. Hier erfahren Sie mehr: Mönchspfeffer: wirksam und gut verträglich gegen PMS und Regelbeschwerden

Fazit

Unregelmäßige Perioden sind häufig und oft auf natürliche Schwankungen oder vorübergehende Einflüsse wie Stress oder Gewicht zurückzuführen. In der Regel dauert ein Zyklus zwischen 25 und 35 Tage und kann dabei durchaus einige Tage schwanken. Bei plötzlich einsetzenden, langanhaltenden oder sehr starken Unregelmäßigkeiten, besonders in Kombination mit anderen Symptomen, sollten Sie jedoch ärztlichen Rat einholen, um ernstere Ursachen auszuschließen.

Fragen und Antworten zu unregelmäßiger Periode

Autor/-in unseres Artikels
Dr. med. Jörg Zorn, Medizinjournalist
Dr. med. Jörg Zorn
Medizinjournalist
Studium:
  • Universitätsklinik Marburg
  • Ludwig-Maximilians-Universität in München
Berufliche Stationen:
  • Asklepios Klinik St. Georg, Hamburg
  • Medizinischer Chefredakteur im wissenschaftlichen Springer-Verlag
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Medizinische Prüfung des Artikels
Dr. med. Monika Steiner, Medizinjournalistin
Medizinisch geprüft von
Dr. med. Monika Steiner
Medizinjournalistin
Studium:
  • Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn
Berufliche Stationen:
  • Leitung Medizin-Online / Chefredakteurin Springer Nature
  • Medizinische Gutachterin für ärztliche CME-Fortbildung
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