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Frau geht mit Regenschirm im Regen spazieren - Symbolbild für Unterleibsschmerzen ohne Periode

Unterleibsschmerzen ohne Periode: Was hat das zu bedeuten?

Viele Frauen kennen das Gefühl von Unterleibsschmerzen, die nicht in den gewohnten Zyklus passen. Diese Schmerzen bzw. Krämpfe sind oft unspezifisch und können verschiedene, meist harmlose, manchmal aber auch ernstzunehmende Ursachen haben. Wir zeigen die häufigsten Auslöser von periodenunabhängigen Unterleibsschmerzen auf und geben Ihnen Orientierung, wann Sie am besten ärztlichen Rat einholen sollten.
 

Ursachen und Auslöser von Unterleibsschmerzen

Warum habe ich Unterleibsschmerzen, obwohl meine Periode nicht ansteht?


Unterleibsschmerzen außerhalb der üblichen Periode können verschiedene Gründe haben. Häufig steckt eine harmlose Ursache dahinter:

  • Eisprung (Ovulationsschmerz): Ein sehr häufiger Grund für Schmerzen in der Zyklusmitte sind sog. Ovulationsschmerzen. Etwa 14 Tage vor der nächsten Periode spüren einige Frauen ein kurzes, meist ziehendes Stechen auf einer Seite (dort, wo der Eierstock das Ei freisetzt). Diese Schmerzen sind harmlos und dauern nur wenige Stunden bis maximal zwei Tage.
  • Darmprobleme: Oft werden Beschwerden im Unterleib auch fälschlicherweise automatisch den weiblichen Organen zugeschrieben, obwohl der Ursprung eigentlich woanders liegt. Auch Verstopfung oder Blähungen können beispielsweise starke, krampfartige Schmerzen in diesem Bereich verursachen. Die Unterscheidung ist oft schwierig. Achten Sie am besten auf mögliche Begleitsymptome wie z. B. veränderten Stuhlgang.
  • Zysten an den Eierstöcken: Im Laufe des Lebens bilden sich bei Frauen häufig harmlose, funktionelle Zysten in den Eierstöcken. Meist verursachen diese keine Symptome, größere Zysten können jedoch auch mal ziehende oder drückende Schmerzen auslösen, besonders bei Bewegung. In der Regel bilden sich diese Zysten im Zyklusverlauf von selbst wieder zurück und müssen nicht behandelt werden. Größere Zysten sollten aber beobachtet und kontrolliert werden.
  • Entzündungen und Infektionen: Entzündliche Erkrankungen im Becken (z. B. eine Blasenentzündung oder Entzündungen der Eileiter/ Eierstöcke – sog. Beckenentzündung/PID) sowie eine akute Blinddarmentzündung (Appendizitis) verursachen ebenfalls oft Schmerzen im Unterbauch. Bei einer Entzündung gehen diese oft mit Fieber oder auch einem allgemeinen Krankheitsgefühl einher. Bei derartigen Beschwerden empfiehlt es sich daher dringend, diese einmal ärztlich abklären zu lassen.
  • Schwangerschaft: Bei ausbleibender Periode und Unterleibsschmerzen (manchmal ähnlich wie leichte Menstruationskrämpfe) kann auch eine Schwangerschaft vorliegen. Die Einnistung der befruchteten Eizelle kann bereits vor der erwarteten Regelblutung leichte Krämpfe verursachen, aber auch eine sich entwickelnde Schwangerschaft zieht oft im Unterleib. Wenn die Möglichkeit einer Schwangerschaft besteht, sollte dies schnellstmöglich abgeklärt werden.

Wie viele Tage vor der Periode hat man typischerweise Unterleibsschmerzen?

Das lässt sich nur sehr schwer sagen. Die Dauer und Intensität von prämenstruellen Beschwerden ist sehr individuell. Manche Frauen spüren schon mehrere Tage vor der Blutung verschiedene Symptome von Schmerzen über Ziehen in der Brust bis hin zu Stimmungsveränderungen. Andere wiederum bemerken gar nichts und die Periode fällt erst mit Einsetzen der Blutung auf. 

Wenn Unterleibsschmerzen oder Krämpfe regelmäßig einige Tage (typischerweise 4 bis 7 Tage) vor dem Einsetzen der eigentlichen Blutung beginnen und mit dem Start der Periode wieder nachlassen, handelt es sich meist um PMS. Hierbei kommen oft auch Stimmungsschwankungen, Brustspannen oder Kopfschmerzen hinzu.

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Mehr dazu erfahren Sie hier: Agnucaston® bei PMS & Zyklusbeschwerden 

Sie sind sich nicht sicher? Erfahren Sie hier, welche Beschwerden typisch für PMS sind: PMS-Symptome: Beschwerden richtig erkennen und einordnen 

Keine Sorge bei kleineren Schwankungen 

Gewisse Unregelmäßigkeiten im weiblichen Zyklus sind aber völlig normal. Wenn Sie also einmal etwas früher Unterleibsschmerzen verspüren als sonst oder die Periode erst ein bisschen später einsetzt, ist das alleine kein Grund zur Sorge. 

Was Sie tun können und wann Sie zum Arzt sollten

Wann zum Arzt?

Wenn Sie unter starken oder neuartigen Schmerzen im Unterleib leiden, sollten Sie lieber zeitnah eine Arztpraxis aufsuchen, um der Ursache auf den Grund zu gehen. 

Sollte doch eine Schwangerschaft dahinterstecken, kann das schnell festgestellt werden. Auch eine mögliche Zyste lässt sich mit Hilfe einer Ultraschall-Untersuchung ausschließen. Zusätzlich können durch Urin- und Blutuntersuchungen noch weitere Ursachen abgeklärt werden. 

In der Regel sind auch stärkere Unterleibsschmerzen harmlos und durch den weiblichen Hormonhaushalt zu erklären. Es ist aber trotzdem wichtig, besonders bei starken Schmerzen, ernstere Ursachen einmal auszuschließen bzw. rechtzeitig eine Behandlung einzuleiten, wenn doch etwas anderes dahintersteckt.

Bei Fieber, Übelkeit und stärker werdenden Schmerzen sofort in die Notaufnahme

Wenn zusätzlich zu den starken Unterleibsschmerzen auch noch Fieber auftritt oder wenn sich die Schmerzen plötzlich verschlechtern oder Übelkeit und Erbrechen einsetzen, sollten Sie sofort in eine Klinik in die Notaufnahme fahren. 
 

Was tun bei starken Unterleibsschmerzen außerhalb der Periode?

Bei akuten Schmerzen hilft oft gezielte Wärme, beispielsweise mit einer Wärmeflasche oder auch mit einem warmen Bad. Es kann außerdem helfen, die Sitz- bzw. Liegeposition zu verändern. Mit leicht angezogenen Beinen, ist die Bauchmuskulatur entspannter und Krämpfe können etwas gelindert werden. 

Noch mehr Tipps und Hinweise finden Sie hier: Hausmittel bei PMS und Regelbeschwerden 
 

Fazit

Unterleibsschmerzen ohne Einsetzen der Periode haben meist harmlose Gründe wie den Eisprung, Darmbeschwerden, die in den Unterleib ausstrahlen, oder sie sind ein frühes Schwangerschaftsanzeichen. Dennoch sollten starke, plötzlich auftretende oder wiederkehrende Schmerzen immer lieber einmal ärztlich abgeklärt werden, um ernsthaftere Ursachen wie Entzündungen oder andere Erkrankungen auszuschließen – und damit im Fall der Fälle schnellstmöglich mit der passenden Behandlung begonnen werden kann. 

 

Fragen und Antworten zu Unterleibsschmerzen ohne Periode

Autor/-in unseres Artikels
Dr. med. Jörg Zorn, Medizinjournalist
Dr. med. Jörg Zorn
Medizinjournalist
Studium:
  • Universitätsklinik Marburg
  • Ludwig-Maximilians-Universität in München
Berufliche Stationen:
  • Asklepios Klinik St. Georg, Hamburg
  • Medizinischer Chefredakteur im wissenschaftlichen Springer-Verlag
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Medizinische Prüfung des Artikels
Dr. med. Monika Steiner, Medizinjournalistin
Medizinisch geprüft von
Dr. med. Monika Steiner
Medizinjournalistin
Studium:
  • Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn
Berufliche Stationen:
  • Leitung Medizin-Online / Chefredakteurin Springer Nature
  • Medizinische Gutachterin für ärztliche CME-Fortbildung
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